Wein, Sekt und Gesundheit

Weintrinker leben im Durchschnitt länger!

 

In der dänischen Studie des Instituts für Präventivmedizin der Universität Kopenhagen (1995) wurden 6051 Männer und 7234 Frauen im Alter von 30 - 70 Jahren über 12 Jahre beobachtet. Das herausragende Ergebnis war die Sterberisikominderung bei moderatem Weinkonsum, d.h. Weintrinker leben im Durchschnitt länger als alle anderen Vergleichsgruppen, denn sie erkranken u.a. seltener an Herz-Kreislauf Erkrankungen. Einen vergleichbaren Effekt konnten die dänischen Forscher nicht für Schnaps und Bier, aber auch nicht bei den Abstinenzlern nachweisen. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Weines liegt offenbar nicht allein in seinem Alkoholgehalt, sondern in der besonderen Kombination wertvoller Inhaltsstoffe im Wein mit dem Alkohol. Hierfür spricht auch die Studie aus Nancy (1998). Prof. Serge Renaud untersuchte in Frankreich 34000 Männer im Alter von 40 - 60 Jahren. Die Weintrinker (2 - 3 Gläser am Tag) hatten eine niedrigere Sterblichkeit als die Gruppe der starken Trinker, aber auch als die Abstinenzler. Bei diesen Weintrinkern wurden außerdem weniger Krebserkrankungen festgestelt.

Weiß- oder Rotwein?

 

Viele meinen, dass gesundheitliche Vorteile nur beim Genuss von Rotweinen erzielt werden, aber es gibt immer mehr Hinweise, dass der moderate Weißweingenuss ebenso gesund ist.

 

Eine erste Pilotstudie stellte 1996 fest, dass auch der moderate Weißweingenuss das Herz-Kreislauf-System schützt! (Prof. Belz)

 

Die Freiburger Weinstudie, die 1996 von dem bekannten Sportmediziner Prof. Josef Keul durchgeführt wurde, bestätigte die herzschützende Wirkung des Weißweins. Die Studie konnte zeigen, dass Gerinnungsfaktoren, Blutdruck sowie die Blutfettwerte günstig auf den Weißweinkonsum reagierten. Außerdem konnte keine Veränderung im Blut festgestellt werden, die auf eine negative Beeinflussung durch den regelmäßigen Weinkonsum schließen lässt.

 

Es wurden 0,5 Liter pro Tag getrunken.

Wie reagiert der menschliche Körper auf regelmäßigen Weinkonsum?

 

Regelmäßiger und maßvoller Weinkonsum....

 

... kann Herzinfarkte vorbeugen und die Elastizität der Gefäße erhalten, denn Wein verbesert die Durchblutung des Herzmuskels, senkt den Cholesterinspiegel im Blut, verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und verringert die Thromboseneigung.

 

... verbessert die Verdauungsleistung des Körpers, denn Weingenuss zum Essen regt die Verdauungsdrüsen an, unterstützt die Funktion der Magensäure, erhöt die Darmaktivität und verbessert die Ausbeute an wertvollen Stoffen wie Vitaminen, Mineralstoffe u.a.

 

... entschlackt den Körper, denn die Nieren arbeiten aktiver; die Ausscheidung von Abfallstoffen wird erhöt.

 

... kann die Abwehr von Krankheiten unterstützen, denn Wein setzt die Lebenserwartung von Krankheitserregern harab, kann Bakterien und Viren abtöten und die körpereigenen Immunkräfte des Menschen steigern.

 

... kann wirkungsvoll die gefürchtete Reisedurchfallerkrankung bekämpfen, denn Wein verfügt über eine exzellente Entgiftungsfunktion.

 

... verlangsamt die Knochenentkalkung und kann so der vor allem für Frauen gefährlichen Osteoporose vorbeugen.

 

... ist "Bioregenerativ", denn nach körperlichen Anstrengungen ersetzt mäßiger Weinkonsum wertvolle Mineralstoffe, harmonisiert den Körper und erfrischt.

 

... kann kreativitätssteigernd wirken und die Phantasie anregen, bewiesen durch viele Künstler und Individualisten der Geistes- und Kulturgeschichte.

 

... entspannt und baut Stress ab.

 

... hilft mit, die Lebenserwartung zu verlängern; natürliche Antioxidanten im Wein verlangsamen die Zellalterung.

 

... hält körperlich und geistig aktiv, denn der altersbedingte Abbau der Gehirnfunktion wird verlangsamt und die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessert.

Sekt und Gesundheit

 

Bekanntlich hat Professor Sauerbruch seinen Patienten nach einer Operation ein Glas Sekt angeboten. Er schätzte den Sekt als hervorragendes Anregungsmittel des Kreislaufs. Später fand Prof. Kliew heraus, dass Kohlendioxid und Alkohol im Sekt die Schmerzempfindlichkeit der Magenschleimhaut herabsetzen und den Brechreiz lindern.

 

Da Sekt ein Weiterverarbeitungsprodukt des Weines ist, kann man davon ausgehen, dass viele der vom Wein bekannten Wirkungen auch auf den moderaten Sektkonsum übertragen werden können. Man sollte allerdings beachten, dass die Kohlensäure im Sekt die Aufnahme des Alkohols ins Blut begünstigt.

 

Sekt kann bei akuten Fällen von Herz-Kreislaufschwächen, Lungenentzündungen und hochfieberhaften Erkrankungen die Beschwerden lindern. Sekt begünstigt ebenso wie Wein die Harnausscheidung.

Geistig fit mit Wein. Wein schützt vor Alzheimer!

 

An der Universität Bordeaux wurde in der neurologischen Abteilung eine Langzeitstudie an 3777 Menschen im Alter über 65 Jahren durchgeführt. Unter den Studienteilnehmern, die pro Tag etwa 0,5 Liter Wein tranken, konnten erstaunliche Veränderungen beobachtet werden: es gab 4/5 weniger Alterssenilität als unter den "Nichttrinkern", die Anzahl der gefürchteten Alzheimerschen Erkrankung lag um 3/4 niedriger als in der Vergleichsgruppe. Professor Orgogozo kommentierte seine Forschungsergebnisse: "An den schädlichen Nebenwirkungen eines übermäßigen Weinkonsums ändern diese Erkenntnisse nichts. Es gibt aber keine medizinischen Gründe, von älteren Menschen zu verlangen dass sie aufhören, in Maßen bis zu 1/2 Liter Wein pro Tag zu trinken".

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